Harald Naegeli - Mit Hand und Herz für den Kulturhof Hinter Musegg
Di., 28. Apr.
|Luzern
Ausstellung und Benefizauktion der Werke des Zürcher Künstlers und Sprayers Harald Naegeli


Zeit & Ort
28. Apr. 2026, 14:00 – 17. Mai 2026, 17:00
Luzern, Diebold-Schilling-Strasse 13, 6004 Luzern, Schweiz
Über die Veranstaltung
Benefizauktion Harald Naegeli
Mit Hand und Herz für den Kulturhof Hinter Musegg
Ein besonderes Geschenk für einen besonderen Ort: Der Künstler Harald Naegeli, einst als «Sprayer von Zürich» bekannt geworden und heute als Meister der Zeichnung gefeiert, unterstützt den Hof Hinter Musegg mit einer grosszügigen Geste. Er schenkt der gemeinnützigen Stiftung eine Auswahl seiner Werke, die im Rahmen einer Benefizausstellung gezeigt und versteigert werden. Inspiriert dazu hat ihn das entschlossene Handeln der Menschen auf dem Hof, die sich seit über 25 Jahren mit Leidenschaft und Herz für das Wohl der Tiere und den Lebensraum einsetzen.
Die Zeichnungen und Druckgrafiken werden von Dienstag, 28. April bis am Sonntag, 17. Mai 2026 ausgestellt. Die Auktion dieser 19 Originalwerke, deren Erlös vollständig der Arbeit des Kulturhofes zugutekommt, dauert vom 06. bis 10. Mai. Die Werke werden ab dem 28. April auf der Website des Kulturhofs Hinter Musegg aufgeschaltet.
Harald Naegeli ist Zeichner durch und durch. Ob mit der Spraydose, Feder oder dem Bleistift. Seine meisterhaft gesetzten Linien und Punkte halten flüchtige Momente fest und nehmen ganz gekonnt Bezug auf ihre Umgebung und ihren Untergrund. Seine filigranen Zeichnungen und Druckgrafiken sind geprägt von Leichtigkeit und einer tiefen Liebe zur Natur und Tierwelt und spiegeln wider, was auch den Hof ausmacht: Achtsamkeit, Engagement und gelebte Nähe zu Menschen und Tieren. Der Erlös aus der Versteigerung ermöglicht es, die wertvolle Arbeit rund um Tiere, Natur und Umweltbildung weiterzuführen.
Jahresprogramm "Harald Naegeli":
MI 18.03.2026 Dokumentarfilmabend „Harald Naegeli – der Sprayer von Zürich“
DI 07.04.2026 bis FR 10.04. 2026 Kinderworkshop "Tiere – Skizzieren – Sägen" (Kreativ- und Sportwoche Stadt Luzern)
DI 28.04.2026, 14 Uhr Start Ausstellung der 19 Originalwerke
MI 06.05.2026, 18 Uhr Vernissage "Mit Hand und Herz für den Kulturhof"
MI 06.05.2026 bis SO 10.5.2026 Online-Benefizauktion
FR 08.05.2026, 20.30 Uhr Jolly and the Flytrap Jubiläums-Benefizkonzert "Mit Musik und Herz für den Kulturhof"
SA 09.05.2026, 11:15 Uhr Öffentliche Führung mit Anna-Barbara Neumann
SA 09.05.2026, 14:15 Uhr Öffentliche Führung mit Anna-Barbara Neumann
SO 17.05.2026, 17 Uhr Ausstellungsende
Hier geht es ab 28. April 2026 zur Benefizauktion.
Über Harald Naegeli
Harald Naegeli (*1939), Ende der 70er-Jahre als "Sprayer von Zürich" bekannt geworden, gilt heute als einer der bekanntesten Schweizer Künstler und Pionier der Street-Art. 1977 begann Naegeli mit fantasievollen Sprayzeichnungen gegen die Eintönigkeit seiner Stadt und deren zunehmender Verbetonisierung zu protestieren. Obwohl er damals für seine illegalen Aktionen eine sechsmonatige Gefängnisstrafe erhielt, wird er heute als anerkannter Künstler gefeiert und erhielt 2020 den hochdotierten Kunstpreis der Stadt Zürich. Das Preisgeld von 50'000 CHF spendete der 80-jährige Naegeli grosszügig an Tier- und Naturschutzorganisation.

Die Inspiration
Die Natur und Tierwelt sind für Harald Naegeli sowohl ein wichtiger Rückzugsort als auch die Grundlage seines künstlerischen Schaffens. In seinem Zürcher Atelier stapeln sich hunderte von Skizzenbüchern, gefüllt mit Tierstudien, Berglandschaften oder vorbeiziehenden Wolkenketten. Neben seinen Aktionen im öffentlichen Raum hat Naegeli in seinem Atelier ein umfangreiches zeichnerisches Oeuvre geschaffen, das von Collagen und Druckgrafiken, über die kosmische «Urwolke», bis hin zu kleinformatigen Tusche- und Aquarellarbeiten reicht.
„Ich suche die Welt vor der Haustür. Da finde ich immer noch Gräser, Wolken, Wasser, Bäume, also die Dinge, die mir wichtig sind. Und wenn die Natur nur noch in Fragmenten zu erleben ist, so verweisen diese dennoch aufs Ganze. Wenn man in Gräsern Urwälder ahnen kann, muss man nicht nach Afrika reisen.“ (Harald Naegeli, 1990)



